Drei Länder, drei Alpenpässe Ein besonderes Event unternahmen Helmut Keim und Christoph Mainzer Ende Juni.Sie nahmen an dem Dreiländer Radgiro in Nauders in Österreich teil. Die Streckte führte über 168 Kilometer^von Nauders über den Rechenpass nach Italien, von dort über das Stilfser Joch in die Schweiz und über den Ofenpass zurück nach Nauders in Österreich. Teilweise waren bei den Anstiegen über die Pässe bis zu 19 % Steigungen zu bewältigen. Das Teilnehmerfeld mit 3000 Fahrern startete bereits um 06:30 Uhr. Es dauerte bis zu 30 Minuten bis der letzte Fahrer auf der Strecke war. Für die Zeitnahme war dieses jedoch zweitrangig, weil jeder Teilnehmer einen Transponder an seinem Velo hatte und so die korrekte Zeit für jeden einzelnen Fahrer gemessen werden konnte. Das Wetter stellte noch eine besondere Herausforderung. Beim Start waren es knappe 10° C und nach dem ersten kräftigen serpentienenreichen Anstieg mit 48 Kehren auf die Passhöhe des Stilfser Joch war es gerade noch 1° C und leichtem Schnee- fall. Bei der Abfahrt war dann auch noch besondere Vorsicht geboten, nicht nur die glatte Fahrbahn auch der Natursteinbelag machte den Fahrern zu schaffen. Sicherheit ging vor, deshalb wurde eine langsamere Fahrweise gewählt. Bedingt durch die kühle Temperatur und das ständige Bremsen verkrampften sich die Finger. Bei dem Erreichen der Talsohle und wieder normalen Celsiusgraden hatte sich dieses Problem erledigt und die Fahrt ging flott weiter. Nun stand der Anstieg zum Ofenpass an, der im Vergleich zum vorhergehenden Alpengipfel einfacher zu nehmen war. Kurz vor dem Erreichen des Gipfels setzte ein Regenschauer ein, der die Fahrweise erheblich beeinträchtigte. Man hatte sich schon auf die flotte Abfahrt gefreut, aber ein kräftiger Gegenwind erforderte vollste Konzentration und noch einen erhöhten Pedaldruck gegen die Naturgewalten. Beide Fahrer des RSC Dietzenbach erreichten nach 7:58 Stunden und 3300 Höhenmetern erschöpft das Ziel in Nauders. In der jeweiligen Altersklasse belegte Helmut Keim den 5. Platz und Christoph Mainzer den 4. Rang. Bei der sehr anspruchs- vollen Tour wurde der Fahrspaß durch die kühle regnerische Wetterlage erheblich eeinträchtigt. Trotzdem waren beide mit ihren Leistungen sehr zufrieden. Hier konnte man auch ermessen, was es heißt bei der Tour de France mit dem Rennrad in zügigem Tempo die Berggipfel zu erklimmen.